Classic Yacht Charter

segeln mit leidenschaft

Das sind wir!DANKE für eine fantastische Saison 2016! Sie haben unsere beiden Schiffe SY Elida und SY Andra toll angenommen - die Vindö 65 Mix "SY Andra" war sagenhafte 18 Wochen unterwegs und die Vindö 50 SL "SY Elida" 13 Wochen. Mehr geht kaum und nun, nachdem beide Schiffe wohlbehalten im Winterlager angekommen sind, haben wir bereits mit den Arbeiten im Winterlager begonnen.

Ihr Lob, die vielen persönlichen Kontakte, Ihr "Weiter So" und Ihre Anregungen geben uns die Kraft, nun ordentlich in unsere Werkzeugkiste zu greifen und mit viel Spaß den Refit unsrer Schiffe zu betreiben. In diesem Winter wollen wir uns dabei besonders auf die Andra konzentrieren, damit sie von Ihnen im nächsten Jahr wieder in voller Schönheit und Zuverlässigkeit gesegelt werden kann.

Für die SY Elida haben wir uns ein paar größere Aufgaben (zB. komplettes Teakdeckrefit, Warmwasser, Refit im Innenbereich, Backofen, etc) vorgenommen, auf die wir uns ab dem nächsten Frühjahr konzentrieren wollen. Daher wird die "Kleine" Vindö 50 SL im nächsten Jahr nicht für die Charter zur Verfügung stehen.

Uns bleibt, Ihnen eine ruhige Zeit über den Winter zu wünschen. Und das ist natürlich die beste Zeit, wieder Pläne für den nächsten Segeltörn zu schmieden, denn "Nach dem Segeln, ist vor dem Segeln". Vergessen Sie nicht unseren Frühbucherrabatt bis zum Jahresende!

Stets eine Handbreit Waser unter dem Kiel wünschen Ihnen auch im Winter

Martin Adams und Till Maass von classic-yachtcharter.de

ISTEC-Parasailor auf der Vindö 65Auch die Vindö 65 Mix, unsere klassische 39 Fuss Segelyacht ist rechtzeitig zum Törnantritt der ersten Yachtclassicer-Crew am 21.5.2016 fertig geworden! In den letzten Wochen war noch viel zu tun - das Teakdeck wurde nach Entfernung aller alten Fugen & Schrauben komplett geschliffen, neu verfugt sowie der Rumpf fein geschliffen und poliert. Ein Kraftakt war die Montage aller Decksbeschläge und des Riggs, aber die beste Gelegenheit, das Deck gegen Wasser von oben abzudichten.

Und was sollen wir sagen - alles ist tadellos dicht und die ersten Crews kehren von Ihren Törns begeistert zurück! Die Arbeit hat sich gelohnt und die Andra ist im besten Zustand ever.

Eine Crew hatte unser Glanzstück, den ISTEC-Parasailor dabei und hat sich die Mühe gemacht, die Leinenführung und das Setzen mit Fotos zu dokumentieren. Klasse! Wir bereiten derzeit noch ein Handbuch vor, welches wir Ihnen gerne zusammen mit dem Leichtwindsegel zur Verfügung stellen.

Und was sagt die Crew - mit norddeutscher Gelassenheit - zur Frage, ob das Setzen des Leichtwindsegels schwierig war? "Nöö, das war supereasy! Mit dem Bergeschlauch und den vorbereiteten Leinen ein Kinderspiel! Bei 15 km/h Wind aus Südwest sind wir mit über 7 Knoten Richtung Assens gerauscht - toll!"

Lukendeckel mit neuen GriffringenSo, geschafft, unsere "Kleine", die Vindö 50 SY Elida, schwimmt inzwischen fertig aufgeriggt im Heiligenhafener Yachthafenbecken und wartet geduldig am Steg auf Ihre erste Crew. Alles ist just-in-time fertig geworden, so werden sich unsere ersten Gäste u.a. an einer nagelneuen Heizung, einer optimierten Wasserversorgung und einem tadellosen Teakdeck erfreuen können.

Ab jetzt richtet sich unsere volle Aufmerksamkeit und Arbeitspensum auf die "Große", die Vindö 65 SY Andra: Wie rechts im Bild zu sehen ist, haben die Luken endlich vernünftige V4A-Fingerringe spendiert bekommen, natürlich fachgerecht eingelassen in teilweise nagelneues Teak. Die Decksbeleuchtung an Besan und Hauptmast wurde durch kräftige LED-Leuchtmittel modernisiert und das Unter-/Überwasserschiff ist inzwischen geschliffen und poliert.

Wie gehts weiter? An den nächsten Wochenenden schleifen wir das Teakdeck grob und es folgt die Verfugung des Decks mit dem guten Sealine 100. Dann werden Cockpit und Aufbauten geschliffen und lackiert, das Deck fertig geschliffen und Beschläge montiert und dann - sind wir fertig!

Der Winter war wieder lang und zum Schluss sogar kalt, aber bei uns konnte von "Winterschlaf " keine Rede sein! Wir haben uns in den letzten 5 Monaten durch eine lange Refit-Liste auf unserer Vindö 50 "Elida" und Vindö 65 "Andra" gearbeitet. Im Januar haben uns die Temperaturen über dem Gefrierpunkt ermöglicht, Arbeiten am Teackdeck und unter Deck vorzunehmen.

So konnten wir auf der Vindö 65 alle (!!) Fugen zwischen den Teakleisten und alle (!!) Schrauben im Laufdeck restlos entfernen. Inzwischen sind alle Schrauben ersetzt und Teakbrettchen und etwa 1.200 (!!) Teakpropfen verklebt, in den nächsten Tagen werden wir beginnen, die Fugen zu versiegeln. Damit dürfte unsere "Große", die Andra, absolut dicht sein. Auch das Cockpit ist fertiggestellt und erstrahlt in neustem Teak - der Hammer! Der Rigger hat die neuen Wantenspanner und Umlenkkpunkte für die Reffs geliefert, alles läuft wie ein Uhrwerk.

Und auch die Elida bekam Ihre Streicheleinheiten: Eine neue Heizung, eine neue Wasserpumpe, Ersatz aller herausgeflogenen Teakpropfen, Neulackierung aller Aufbauten und Luken und eine Grundreinigung des Dieseltanks.

Haben wir noch genug Zeit für die "Kür"? AIS und neue Kabel im Mast? Wir setzen alle Hebel in Bewegung!

Ein neues Cockpit für unsere ChartergästeWeihnachten und Silvester liegen gerade hinter uns, da zieht es uns schon wieder in die Werkstatt. Wenn wir im Frühjahr fertig sein wollen, dann dürfen wir jetzt keine Zeit verlieren! Nachdem der Winter uns noch vor den Festtagen mit frühlingshaften Tempertaturen verwöhnt hat, fegt inzwischen eine polare Kaltfront über Norddeutschland hinweg. Bei Minus 6 Grad und eisigem Wind hat das Holz der Andra in der Halle noch etwa 2 Grad. Das reicht so gerade für die Beize, die wir auf die entlackten Mahagoniflächen auftragen, nachdem das Holz ausreichend austrocknen konnte.

Leo tobt sich weiter mit dem Saubermachen der Fugenkanten aus, die aneinandergereiht, gefühlt einmal um die Ostsee reichen. Wir hoffen inständig, dass das Teakdeck nun wirklich superdicht wird, wenn wir diese Arbeit sehr ordentlich machen und die Fugen nachher absolut dicht mit Sealine 100 vergießen. Martin, der Schrecken aller Teakpfropfen, nimmt  sich einen nach dem anderen der frisch verklebten Schraubverschlüsse vor und schleift sie decksplan ab.

Auf dem Bild sehen Sie die inzwischen komplett ausgebauten und gesäuberten Sitzflächen im Cockpit. Rundherum hat die Yachtwerft Fehmarn das Totholz bereits sauber ausgefräst, sodass im nächsten Schritt ein sauberer Anschluss gefunden werden und die Schablonen für die Teakflächen genommen werden können. Das ist jetzt ersteinmal eine "Hausaufgabe" für Herrn Jäger von der Yachtwerf Fehmarn. Nach 3 Tagen kehren wir reichlich durchgefroren zurück ins 15 Grad wärmere Rheinland.

Das alte Teckdeck raus!Und wieder ist es soweit! Die Tage werden kürzer und die Schatten länger - unsere kleine Classic-Yachtcharterflotte Vindö 50 'Elida' und Vindö 65 'Andra' stehen Seite an Seite gut verstaut in der Winterlagerhalle. Schnell ist unsere topmoderne LED-Lichtanlage unter der Hallendecke installiert, sodass wir an den Decks jeden Winkel ausleuchten. Unsere Listen sind lang - etwa 50 Punkte - pro Schiff!

AFugen rauskratzenlso nutzen wir direkt die ersten 2 milden Wochen im September. Und bauen mit bis zu 4 Mann alle Decksbeschläge ab. Alleine die beiden Genuaschienen sind mit 146 Schrauben verankert - was für eine Arbeit! Sodann geht es allen Propfen auf den Laufwegen des Teakdecks an den Kragen. Also etwa 850 Schraubenköpfe freikratzen, herausdrehen, tieferbohren, festschrauben, neu verfropfen und abschleifen. Und dann sind da auch noch etwa 200 Meter Teakdeckfugen, die freigekratzt, gefräst, Kanten geschliffen und neu verfüllt werden müssen.

Aber die Arbeit macht wie immer Spass und unsere Andra wird es uns mit einem dichten Teakdeck danken. Apropos danken: Danke an Corni und Leo für die tolle Arbeit!

Übrigens wußten Sie schon? Die Vindö 65 bekommt ein neues Cockpit - so sieht es aus, wenn man die alten Teakbrettchen rausholt! Tja nach 35 Jahren muss das einfach mal sein! Wir freuen uns schon auf das Leuchten in Ihren Augen, wenn Sie die Andra zur Charter übernehmen!

Das sind wir!Der Oktober steht unmittelbar vor der Tür und wir bereiten schon das Saisonende und darauf folgende Winterlager vor. Petrus ist uns hold und schenkt uns offenbar noch einen tollen Altweibersommer. Ich selbst werde mit meinen beiden Töchtern in den Herbstferien auch noch einmal eine Woche auf der Andra verbringen und wir alle freuen uns schon sehr darauf!

Fast am Ende der Saison angelangt möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen/Euch allen bedanken, die uns in diesem Jahr begleitet haben. Wir konnten unsere kleine Flotte um ein großes Schiff verstärken und die Elida und Andra waren fast ausgebucht. Sie haben uns unsere Schiffe (fast immer ;o) heile nach Hause gebracht und was das Wichtigste für uns ist - wir haben viel Spaß gehabt und mit Ihnen hoffentlich gute Freunde gewonnen. Ob es unsere 3 Presseartikel in der 'Yacht' oder im 'Manager Magazin' waren, die persönlichen Kontakte oder einfach nur der Spaß am Schiff - das Jahr 2015 hat uns bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Daraus ziehen wir viel Kraft, die wir nun im Winterlager in unsere Schiffe investieren werden.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit bis zum nächsten Segeltörn, denn "Nach dem Segeln, ist vor dem Segeln". Und wenn Sie es noch nicht ganz lassen können, schauen Sie nochmal nach, denn ein paar Restwochen gibt es noch. Wir planen unsere Schiffe am Wochennende des 24./25.10.2015 aus dem Wasser zu nehmen!

Stets eine Handbreit Waser unter dem Kiel wünschen Ihnen auch im Winter

Martin Adams und Till Maass von classic-yachtcharter.de

Die Andra ist fertig!Wir haben es geschafft. Punktlandung!! Unsere Arbeiten sind gerade abgeschlossen, der Prüfer vom Germanischen Lloyd ist gerade von Bord der Andra gegangen, das Reinigungsteam hat seine Arbeit gerade beendet, da sind schon unsere ersten Kunden, eine begeisterte Langkieler Crew im Anflug.

Natürlich gibt es hier und da noch ein paar Kleinigkeiten, aber wir sind an Bord und bringen die SY Andra ist Höchstform!

Ein dickes Dankeschön an alle beteilgten Helfer an unserem Mammut-Projekt: Skipper Heinz-Peter Leist, Falko, Michael und Klaus-Jürgen von unserer Überführungscrew, Corny, Jannik, Niko, Rene, Frank, Henrik und Luisa. Und natürlich an Herrn Flaam von Flaam's Yachtservice, Glogau Yachttransport, Holger Much von der Bootswerft Heiligenhafen, Oleu Sailmakers in Heiligenhafen und Markus Schmidt für die professionelle Reparatur des Bugstrahlruders in letzter Sekunde.

 

 

Mit Mahagoni-Furnier decken wir schadhafte Stellen ab.Endspurt! Am 6.5. soll der Schwertransport mit der SY Andra starten und am 8.5.2015 in Heiligenhafen ankommen! Wir haben also noch etwa 2 Wochen Zeit und arbeiten fieberhaft daran, alle Arbeiten abzuschließen. Und es sieht gut aus (verdammt gut sogar ;-), die Liste mit den Restarbeiten schmilzt wie das berühmte Vanilleeis in der warmen Frühlingssonne: Das Teakdeck ist fast fertig, die letzten Pfropfen wollen wir am kommenden Wochenende setzen. Die Beize plus 5 Lackschichten sind bereits auf dem Mahagoni und derzeit kommt täglich eine weitere dazu. Der Zwischenschliff zwischen Schicht 6 und 7 soll am Mittwoch stattfinden, sodass am Freitag die letzte Lackschicht aufgetragen wird.

Auch die Fensterrahmen sind heute fertig geworden und werden am kommenden Samstag montiert. Auf diesem Foto nicht ersichtlich aber nicht minder gut sieht das Unterwasserschiff aus: Der Epoxyspachtel ist komplett aufgetragen und geschliffen und darauf kommen noch 4 Schichten Grundierung. Dann fehlt nur noch die Antifouling und es kann losgehen!

Die Andra ist jetzt schon ein Schmuckstück - jetzt kann uns nichts mehr halten - Wir kommen!

Mit Mahagoni-Furnier decken wir schadhafte Stellen ab.Seit September arbeiten wir nun schon, jeden Samstag, an Bord der Andra in der Halle von Flaam's Sea-Service in Mönchengladbach. Und wir kommen wirklich gut voran, ob es nun um den Ersatz der elektrischen Anlagen und Geräte, des Gasofens, den Neuaufbau des Unterwasseranstriches oder den Refit der Holzaufbauten geht.

Und genau die wollen wir Euch heute zeigen! Nach Entfernung des Altlacks, Aufbau des tragenden Sperrholzes und sorgfältigem planen Schliff in den letzten Wochen haben wir die perfekte Basis für Ausbesserungen von großflächigen Defekten der letzten Deckholzschicht durch Mahagonifurnierstücke vorbereitet.

Dafür stechen wir zunächst sauber die auszubessernde Stelle in der obersten Schicht des Tropenholzes aus. Dabei ist es wichtig, dass die Flanken angeschrägt werden, da nur so das Furnier später lückenlos anschießen kann. Anhand des "Lochs" fertigen wir dann eine grob  passende Schablone aus 1 mm Kunststoffmatte. Die Maserung soll natürlich nachher möglichst gut optisch zum Umfeld übergehen, also zeichnen wir den wünschenswerten Verlauf der Maserung auf der Schablone auf.

Zurück in der Werkstatt fräsen wir mittels der Schablone aus 2,0 mm Mahagonie-Furnier einen zur Maserung passenden Rohling. Und jetzt kommt das größte Kunststück: Das Unterholz des Lochs wird mit schwachschäumendem GL-zertifiziertem Holzkleber bestrichen und das Furnierblatt überlappend eingelegt. Als beste Methode zur großflächigen Fixierung mit möglichst gleichmäßigem Andruck hat sich mangels einer Vakuumpumpe der Elektrotacker herausgestellt. Damit allerdings das empfindliche Holz keinen Schaden beim Einnageln und Entfernen der Tackerklammern nimmt, schießen wir letztere durch ein aufgelegtes Rolladengurtband hindurch in das Holz, mit welchem sich die Metallnägel nachher super entfernen lassen. Sorry, das klingt sehr brutal, aber die einzigen Rückstände, die kleinen im Holz von den Klammern zurückbleibenden Löcher, schließen wir später vor dem Lackieren durch Aufquellen unter heißem Wasserdampf.

Zum Schluß werden die überstehenden Holzkanten des Furniers mit dem Multimaster abgeschnitten und plangeschliffen - Fertig! Und es sieht einfach toll aus! Wir können es kaum erwarten, zur Beize und zum Lackpinsel zu greifen, das dauert nicht mehr lange!

Also Achtung, die Andra schwenkt auf die Zielgerade ein!

Überstehende Fugenmasse wird abgehobelt

Auf der Andra ist jetzt das Teakdeck dran. Zunächst entfernen wir die alte schwarze Fugenmasse aus den umlaufenden Anschlussfugen zwischen Teak und Mahagoni. Wir holen raus, was unsere Voreigner außer dem schwarzen Gummi sonst noch so alles darin versteckt haben: Badsilikon, Holzspachtelmasse, Epoxyharz, Streichhölzer, Papierwürste, etc ... Die Wahl der dort verbauten Materialien erschließt sich uns nur teilweise. Unser bester Freund ist dabei der Multimaster mit einem hakenförmigen Fugenmesser, ein feiner Spachtel, und ein bogenförmiges Messer.

Danach werden die Innen- und Außenkanten gesäubert und mit feiner Körnung geschliffen. So ist die Mahagonikante der Fuge optimal vobereitet für die erste Lackschicht.

Leider ist es dafür schon zu kalt, sodass wir das Lackieren erstmal zurückstellen müssen. Wir beginnen stattdessen, die nach oben im Laufe der Jahre "herausgewachsenen" Silikonfugen mit einem feinen Hobel abzunehmen. Eigentlich alles keine große Arbeit, aber bei den Flächen ....

Gleiches gilt für Cornys heldenhaften Einsatz am Rumpf - Quadratmeter für Quadratmeter wird von der alten Antifouling befreit und jetzt geschliffen. Und mit einem Mal zieht uns Meister Flaam schon wieder den Stecker und der Samstag ist vorbei! Schön wars - klasse Winterlager-Tag!

Erstmal fliegt die alte Elektrik raus ....Am Wochenende des 29.11. nehmen wir uns die Elida im Winterlager auf Fehmarn vor. Es ist lausig kalt und draußen pfeifft der Wind, aber es hilft alles nichts. Vor eine entspannte Segelsaison hat der liebe Gott die Arbeit in der Lagerhalle gesetzt.

Also wenden wir uns den ausgebrochenen Niedergangstüren zu und setzen die Scharniere wieder in Stand. Ein bisschen passiert eben immer im rauen Charteralltag und das ist auch nicht schlimm. Wenn wir das nicht wollten, dürften wir nicht verchartern! Dann schleifen wir rundherum alle Aufbauten an und bereiten die nächste Lackschicht vor.

An Deck wollen wir einen neuen Decksdurchlass für alle Mastkabel setzen, damit wir die Kabel des neuen Ankerlichtes und der AIS Antenne unterbekommen und das Getropfe ins Bad endlich aufhört. Mit der Topfsäge bohren wir ein kapitales Loch ins Teakdeck (was ein Gefühl ... ) und setzen das Unterteil des Kabelports.

Dann wenden wir uns der Elektrik zu. In diesem Winter wollen wir den alten Ladegregler aus der Backskiste und den alten Sicherungskasten rausschmeißen und durch einen hochwertigen Sterling Laderegler ersetzen. Dadurch werden die Batterien unter Motor und Landstrom viel schneller geladen und Pannen mit der Elektrik künftig hoffentlich minimiert. Zunächst gilt es die bestehende Verkabelung zu verstehen und zu dokumentieren: Schnell steht der konkrete Umbauplan und wir beginnen damit, das alte Ladegerät abzubauen. Ups, schon ist das Wochenende vorbei und wir müssen zurück. Aber wir freuen uns auf die nächste Session auf der Elida, dann geht es in großen Schritten voran!

Die Segelsaison 2014 ist vorbei!Am 11.10.2014 treffen wir uns auf der Open Ship-Veranstaltung von Chartership bei Kaffee und Kuchen, Grillwurst und Bier mit Segelkunden und Eignern, Freunden und überhaupt vielen netten Leuten zum Klön und Schnack rund um die Segelsaison 2014 und auch schon 2015 in Ortmühle/Heiligenhafen. Bei prächtigstem Wetter und Sonnenschein gibt es viel Gelegenheit alle Schiffe und natürlich die Elida ;-) intensiv von Innen und Außen kennen zu lernen.

Insgesamt ist es ein tolles Event - neben Details der Schiffe tauschen wir uns über Törnplanungen für 2015 aus, geben Tipps und Tricks zum anstehenden Schiffsrefit und beraten die angereisten Crews zu den ausgestellten Schiffen.

Am Sonntag meint es die Sonne wieder gut mit uns und wir brechen mit der Emma, Celine, Comfortina, Ömo Hilton und Elida von Heiligenhafen zu unserem Kranungshafen Lehmkenhafen auf Fehmarn auf. Das Wetter bietet gute Möglichkeiten zum Foto- und Videoshooting, was wir gerne nutzen, denn auch im Internet sollen unsere Schiffe glänzen ;-). Dann heißt es die Schiffe frostfertig zu machen und abzuriggen, also Segelkleider runter, Frostschutz in die Systeme und die Schiffe zum Kranen vorbereiten.

Am Montag holt der Kran uns schon um 8:30 Uhr aus dem Bett und aus dem Wasser, na ja, wenn man das bei Nieselregen so überhaupt sagen kann. Danach das übliche Peeling mit Hochdruckreiniger und Spachtel, Seife und Anti-Gilb, Wahnsinn wie das den Rumpf der Elida wieder in strahlendes Weiss verwandelt. Ich bin froh, als ich mich dann doch verhältnismäßig früh schon ins Auto setzen kann und die Heimreise nach Düsseldorf antreten kann! Danke an Claus Gökemeyer von Chartership für die perfekte Vorbereitung! Insgesamt ein tolles Wochende!

Der Lack ist ab!

Also rücken wir mit Spachtel und Heißluftgebläse den großen Lackflächen auf den Mahagoniaufbauten auf den Pelz. Schnell haben wir das Gefühl raus, wie nach einigen Sekunden Erhitzens der alte Lack Blasen wirft und dann mit dem scharfen Spachtel abgezogen werden kann. Noch nie ist uns aufgefallen, dass eine Vindö so viel Mahagoniholzflächen hat ;-) Es kostet uns etwa 7 Manntage, bis wir die letzten maroden Lackreste entfernt haben.

Darunter wird die zerstörerische Kraft von UV-Licht und des Wassers klar: An einigen Stellen, wo der Lack stark geschädigt war, so zum Beispiel am Wellenbrecher steuerbords ist Wasser eingedrungen und hat das Holz stark angegriffen. Dort müssen wir mit dem Stecheisen durch alle maroden Schichten hindurch und das morsche Mahagoni entfernen. Denn das eingedrungene Wasser hat über die Jahre die leider nicht wasserfeste Verleimung der 5 Schichten des Mahagoni-Sperrholzes zerstört.

An einigen Stellen kommen wir bis auf das GFK durch, das allerdings ist unglaublich dick, sicher 3 cm (!). Bei welcher Werft leistet man sich heute noch so viel Substanz? Na ja, irgendwo müssen die 11 Tonnen Verdrängung ja herkommen ;-) Sorgfältig stellen wir den Verbund der Mahagonitragschichten wieder her, füllen Schicht für Schicht wieder mit Furnierholz auf und schaffen damit die Basis für eine solide Deckschicht aus neuem Mahagonifurnier.

 

Vor dem Lackieren müssen alle Beschläge runter

Erstmal Überblick gewinnen: Was steht an im Winterlager 2014 der Andra? Zunächst das Antifouling runter und neu, mit neuem Wasserpass. Dann wollen wir das Teakdeck sanieren, denn die Proppen halten schon lange nicht mehr. Mahagoni und Lack haben in 10 Jahren griechischer Sonne stark gelitten. Also werden wir alle Aufbauten komplett entlacken, das Holz aufarbeiten, wieder auf Originalfarbton beizen und mit 8 Schichten Lack versiegeln - dann hochglanzpolieren. 6 Liter Interstain Beize und 10 Liter Epifanes Bootslack warten schon unter Deck.

Doch zunächst müssen alle Beschläge runter und werden überprüft. Ebenso die komplette Technik einem Intensivcheck unterzogen. Drinnen gibt es eine Intensivreinigung für alle Matrazen und Polster, ggf. neue Bezüge. Neu an Bord kommen auch eine Rettungsinsel für 6 Personen und neue Schwimmwesten. Auch der Mast braucht noch ein wenig Zuwendung: Die neue Elektronik braucht beste Sendeplätze ;-) To be continued ... ;-) denn jeder Yacht-Refitter weiß: Eine Baustelle zieht immer 3 neue nach sich ...

Auf diesem Bild haben wir alle Fensterrahmen abgenommen. Nach der Lackierung werden die Fenster neu eingedichtet und montiert.

Ankunft in Mönchengladbach

Die Profis von Glogau haben es möglich gemacht: Noch rechtzeitig vor der Sperrung des Karawankentunnels für Schwertransporte mit Überbreite ab dem 15.9.bis 31.12.14 startete der Schiffstransporteur in Koper und konnte in der ersten Nacht bereits Deutschland erreichen. Mit kleinem Zwischenstop am Wochenende auf dem Firmengelände von Glogau in Glücksstadt bei Würzburg ging es Montag Nacht Richtung Rheinland. Schon am Dienstag morgen konnten wir die Andra mit Polizeibegleitung wohlbehalten in Mönchengladbach begrüßen. So manche Straßensperre lässt sich jetzt viel leichter ertragen, wenn man mal auf der anderen Seite stand ;-)

Jetzt heißt es erstmal Ausräumen, Überblick gewinnen, Arbeiten Planen und so fängt für uns schon bei teils sommerlichen Temperaturen das Winterlager an! Und die Moral von der Geschicht'? Nicht immer lohnt sich billig, manchmal ist es besser, ein bisschen mehr Geld auszugeben. Wenn man doch nur immer vorher wüsste, wann 'manchmal' ist ...

Endlich ist es soweit, es geht los! Leider hat uns unser erster Schiffsspediteur im Stich gelassen, und wir mussten uns auf die Schnelle einen neuen Yachttransporteur suchen. Diesmal fiel unsere Wahl auf die Firma Glogau Yachttransporte, und so wie es derzeit aussieht, haben wir es diesmal richtig gemacht. Top Organisation schon im Vorfeld, super Trucks, sehr freundliches und kompetentes Personal und guter Umgang mit unserer Andra. Es kommt eben nicht immer nur auf den Preis an, vor allem nicht beim Yachttransport.

Punkt 22:00 startet der Transport - wegen Überbreite mit Begleitfahrzeug - zunächst durch Slowenien und Österreich, bis nach Deutschland. Dort müssen wir erstmal Pause machen, denn die Permits (Genehmigungen für den Überbreiten-Schwertransport in Deutschland) sind noch nicht da. Hoffentlich reitet unser Amtsschimmel schnell genug, sodass wir die in den nächsten Tagen bekommen, dann geht es nordwärts nach Mönchengladbach. Dort werden wir unser Winterlager aufschlagen und die Andra für die nächste Saison vorbereiten - seid gespannt!

Die letzen zwei Tage haben wir ordentlich gerödelt: In der Marina Koper bereiten wir die Andra für den Landtransport nach Duisburg vor. Alles was nicht in einem Stück durch den Karawankentunnel passt, muss ab. 4 Meter Gesamthöhe sind das Maximum - solange die Andra schwimmt, können wir nur schätzen ;-)

Die drei Segel runter, Bäume losgeschlagen, verpackt und unter Deck verstaut. Der Heckkorb backbord war ein echter Knabberspass, denn die 8 Maschinenschrauben, mit denen die Bodenplatten der Stützen in der Bordwand verbolzt waren, hatten bis zu 20 cm Länge und waren alles andere als gerade. Egal, es hilft alles nix - mit viel Geduld und kopfüber im Schapp steckend haben wir sie rausbekommen. Jetzt liegt der Heckkorb eingepackt in Schaum- und Stretchfolie im Salon, zusammen mit Aussenborder, Sprayhood, Steuerrad, Kompass, Pasarella, Fendern und Deckenverkleidung der Achterkabine (Kabeltrennstelle für den Besanmast). Die beiden 52er Winschen liegen schon im Auto - bei geschätzten 15 kg Gewicht pro Winsch haben wir uns die Muckibude erspart ;-) Morgen werden wir die letzten Vorbereitungen für die lange Autobahnfahrt der Andra machen und dann geht es auch für uns auf die Strasse - rund 1.200 km nach Hause.

Und wenn wir Glück haben, finden wir noch einen Kranfahrer fürs Abladen in Duisburg, denn der planmäßige Kranführer der Werft in Duisburg ist wegen Krankheit ausgefallen. Als ob die Organisation nicht schon kompliziert genug wäre. Egal - das wird uns nicht mehr aufhalten. Achtung, die Andra kommt!

image

Es ist so heiss. Wir haben halb 10 abends und immer noch 31 Grad im Schiff. Ein harter Ritt heute, 45 Meilen gegenan bei 4 Windstärken aus Nordwest.

Morgen und übermorgen müssen wir noch den letzten Abschnitt mit 75 Meilen schaffen, dann ist die letzte Etappe der Überführung auf eigenem Kiel geschafft. Die Mannschaft geht am Dienstag morgen von Bord, der Bus wird sie von Koper in Slowenien zurück nach Deutschland bringen. Geht das alles gut? Es ist so heiss ...

Am Mittwoch abend will Till kommen, dann räumen wir die Andra aus, verpacken Segel und Bäume und bereiten das Legen der beiden Masten vor.

Am Montag in 8 Tagen kommt der Tieflader und die Andra tritt die letzten 1.000 km der Überführung von Samos vor der türkischen Küste nach Duisburg an. Am Montag Mittag wird gekrant und abends geht es auf die Autobahn, Schwertransport mit Begleitfahrzeug quer durch Slowenien, Österreich und Deutschland. Der Karawankentunnel hat 4,30 m Höhe, die Andra alleine hat 4,0 Meter. Reicht das?

Es ist so heiss ...

Überführung der Andra im Sommer 2014Die ersten 800 Seemeilen liegen schon im Kielwasser, und die Überführung der Andra liegt voll im Zeitplan. Die erste Etappe ging von der griechischen Ferieninsel Samos vor der türkischen Küste an Athen vorbei durch den Kanal von Korinth nach Korfu im ionischen Meer. Die zweite Etappe führte die Andra von Korfu vorbei an Albanien, Montenegro über Süditalien nach Split in Kroatien. Am 12.8. erfolgt dort der Crewtausch, dann geht es auf der 3. Etappe etwa 200 Meilen quer durch Kroatien nach Koper in Slowenien in den Golf von Triest.

Dort wartet der Kran und Tieflader, um die Andra Huckepack per Schwertransport mit Begleitfahrzeug durch Österreich nach Duisburg zu bringen. Die Ankunft sollte etwa am 25.-30.8. stattfinden – die Planung des Autobahntransportes ist noch nicht ganz abgeschlossen.

In der Werft in Duisburg werden wir die Andra einem gründlichen Refit unterziehen, damit sie dann im nächsten Jahr in voller Schönheit glänzen kann!

An dieser Stelle möchten wir uns stellvertretend für alle beteiligten Skipper und Crews bedanken -- namentlich bei Frank und Peter, die unsere Andra so fürsorglich nach Hause lenkten und lenken! DANKE!

Vindö 65 Mix - AndraWir sind sehr aufgeregt! Schon lange haben wir nach einer "großen Schwester" für unsere Elida geschaut - und endlich haben wir sie gefunden! In Samos liegt eine Vindö 65 Mix, die genau unseren Wünschen entspricht. Ein großzügiges Schiff mit der für Vindö typischen hochwertigen Holzausstattung. Technisch auf dem neusten Stand, aber am Holz muss einiges gemacht werden, denn die Jahre unter der starken Mittelmeersonne haben dem Holz zugesetzt. Das Mahagoni sieht eher aus wie ein Billy Regal in Buche ;-)

Zum Glück werden wir uns mit dem Voreigner im Preis einig und können nach einer Besichtigung im Hafen von Pythagorion und einem tollen Probeschlag vor der Küste der griechischen Ferieninsel Samos im Mai einen Kaufvertrag schließen.

Im Juli werden wir das Schiff für die Überführung fertigmachen und es dann auf eigenem Kiel durch das Mittelmeer nach Slowenien überführen. Ab da wird es dann per Tieflader Richtung Rheinhafen nach Duisburg gehen - was für ein Abenteuer!

Im Herbst und Winter 2014 steht der Refit an. Die Holzaufbauten und das Teakdeck sind dringend fällig. Zum Glück haben wir beim Refit der Elida schon viel Erfahrung gesammelt, die wird sich bei der Andra bezahlt machen!

Eine Woche hat die Elida nun im Wasser auf ihr frisch lackiertes Steuerrad gewartet, weil das Nabenblech noch frisch verschromt werden musste. Aber das Warten hat sich wirklich gelohnt! Es blinkt uns spiegelt wie neu! Kein Vergleich mehr mit dem angelaufenen Metall, das wir im letzten Jahr bei Übernahme des GFK-Klassikers vorgefunden hatten.

Auch bei den vier Winschen hat der Galvaniker ein wahres Wunder vollbracht. Wo im Herbst noch der Chrom abgeblättert und das Metall mit Grünspan angelaufen war, blinkt uns jetzt eine tadellose Chromschicht an. Die Winschen sehen tatsächlich aus wie neu. Also die Zahnradgehäuse fix montiert, die Räder, Klinken, Rollenlager und Achsen ordentlich eingefettet und mit den Winschhauben zusammengesetzt. Klack - klack - klack - So müssen winschen klingen! Diese Kur der Winschenpflege werden wir jetzt alle zwei Jahre wiederholen.

Wer unsicher ist, ob er eine solche Winschverchromung oder auch nur etwas ähnliches wagt, dem sei gesagt: Macht es! Im Internet gibt es garantiert auch für Eure Lewmar Winsch eine Explosionszeichnung. Der Ausbau und die Reinigung sind leichter als man denkt. Nur müht Euch nicht - wie ich das zunächst gemacht habe - zu lange mit Bürste und Kaltreiniger ab, um das alte Fett zu entfernen. Mit Verdünner geht es wesentlich schneller, gründlicher und vor allem sauberer von statten. Und immer gut auf die Einzelteile aufpassen! Die Federn der Klinken sind winzig ;-)

Unser Verchromer war die Firma Rigabo Galvanik aus Bocholt, die sich mit viel Liebe zum Detail unserer Aufgabe angenommen hat und auch Erfahrung bei der Restauaration von Winschen und von Metallteilen vorweisen kann. Unser Urteil: Sehr gut und dazu auch noch preiswert!

Ist das cool! Pünktlich zum Ende des Winterlagers ist (fast ;-) alles fertig geworden. Nur auf die Winschen, unser Steuerrad und ein paar Anbauteile müssen wir noch verzichten, da der Verchromer 3 Wochen länger als geplant gebraucht hat. Aber zum Glück hat uns Claus für die Überfahrt nach Heiligenhafen ein Leih-Steuerrad von seiner Vindö 40 organisiert, das passt super.

Endlich ist es soweit, die Elida kommt wieder ins Wasser, vorher werden die letzten Stellen am Rumpf mit neuem roten Antifouling gestrichen. Der Mast wird gesetzt und wir finden tatsächlich alle Schrauben wieder ;-)

Tierischer Nebel! Bei Sicht von 50-100 Meter fahren wir in 4er Flottille die 3 Stunden rüber von Lemkenhafen/Fehmarn nach Heiligenhafen. Es kommt uns ein bischen vor wie BlindeKuh. Die See ist spiegelglatt und die Tonnen kommen erst wenige Dutzend Meter vor uns in Sichtweite. Da wird es nix mit der Kreuzpeilung zur Positionsbestimmung ;-) Navionics auf dem Ipad sei Dank finden wir den Weg nach Heiligenhafen. In der Nähe des Festlands wird die Sicht langsam besser und wir freuen uns darauf, in unserem Liegeplatz 36 Steg 12 festzumachen. Martin wartet schon mit den frisch von OLEU überholten Groß- und Genuasegel und wir ziehen die Tücher auf. Dauert dann doch ein paar Stunden bis die Reffs drin sind. Nur für die geplante Fotosession ist das Wetter leider wirklich zu schlecht. Wir ziehen die Kuchenbude auf und machen uns am frühen Abend wieder auf die Autobahn Richtung Rheinland.

Die Sprayhood und Kuchenbude sind klasse, passen wir angegossen. Die Zerrerei am Reißverschluss hat endlich ein Ende ;-). Die neue Haube für das Cockpit passt tadellos. Est ist mir echt ein Rätsel, wie man aus einer Rolle Stoff so etwas Schönes basteln kann  ;-) Die Elida hat am gesamten Verdeck schöne stabile Edelstahlbügel spendiert bekommen. So wird der Aufbau der Kuchenbude zum Vergnügen!

Endspurt - Jetzt können wir alle Beschläge und Schiebeluken montieren. Sooo viele Schrauben und Messingbleche, die noch auf Hochglanz poliert werden wollen! Und beim Zusammenbau merkt man doch erst, welche Schraube durchdreht, welche Mutter ersetzt, welche Spalten gefüllt und Lackschichten nochmal angeschliffen und wiederholt werden müssen. Wie immer auf dem Schiff - Zwei Schritte nach vorne und einer zurück.

Aber wir kommen voran und bald können wir schon das Schiff einräumen und für die ersten Chartern vorbereiten. Morgen geht das Winterlager zuende und der Kran erwartet uns um 10:00 Uhr. Wir sind aufgeregt!

Vor 2 Wochen haben wir die erste Lackschicht vollendet - und es ist super geworden! Schon jetzt sieht das Cockpit spitze aus, natürlich vor allem auch wegen der neuen Teak-Backskistendeckel. Die Schreinermeister der Yachtwerft Fehmarn haben ganze Arbeit geleistet - Super! An diesem Wochenende haben wir große Pläne, denn die zweite Lackschicht soll drauf und wenn es geht, vielleicht sogar eine dritte. Aber können wir das schaffen?

Samstag - das neue Kopfbrett, für das alte, welches wir beim Ausbau der Niedergangsluke mit dem Stecheisen mühsam herausarbeiten mussten, ist fertig. Martin, der Holz-Künstler, hat es aus 30mm Mahagoni fertig gefräst und es passt wie angeggossen. An ihm ist ein echter Schreiner verloren gegangen. Na ja, so ist es ja auch gut, wenn er die Schreinerei als Ausgleich für seine stundenlangen Telkos gefunden hat ;-) Auf dem Foto sieht man auch schon das neue Gestänge für die Sprayhood, die Oleu in der letzten Woche montiert hat. So schön der neue Lack auch ist - jetzt wird er erstmal wieder vorsichtig angeschliffen, danach gründlich gesäubert und entfettet. Dann kleben wir wieder die Fenster ab und bereiten alles für die zweite Lackschicht vor. 

Sonntag - Gutes Frühstück und wir stürzen uns auf die Elida. Mit fast schon Routine tragen wir bei etwa 9 Grad den Lack auf das schöne Mahagoniholz auf. Alles in allem brauchen wir gut 4 Stunden und müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht aus Dösigkeit auf den frischen Lack fassen oder sich durch zu viel Farbauftrag Nasen bilden.

Bis zur Abfahrt nutzen wir noch die Zeit und spendieren den beiden Cockpitbodenbrettern auf der Unterseite eine neue Motorraumdämmplatte. Damit der Diesel demnächst flüsterleise wird ... ;-)

Der lange Winter liegt hinter uns. Natürlich haben wir die Zeit zu Hause genutzt und kräftig vorgearbeitet. Z.B das Steuerrad fertig abgebeizt, geschliffen (was für eine Arbeit ...), gebeizt und lackiert. Es sieht klasse aus! In "Heimarbeit" haben wir über den Winter die Fußbodenbretter mit Teak-Laminat beklebt und die Kanten mit Epoxy geschützt. Jetzt können wir sie endlich reinlegen - toll! Die Achterkanbine, das WC und die Vorschiffkabine sehen gleich viel wohnlicher aus - und supersauber! Auch einige Luken und die Steckschots zur Kajüte und Achterkabine sind angeschliffen, neu ausgeleistet, haben neue Schlosskästen bekommen auch die erste Schicht Lack ist schon drauf.

Aber bis zum Einbau müssen wir erst hier oben auf Fehmarn am Schiff weiterkommen.  Ende Februar ist es noch wirklich frisch. Der Winter ist noch nicht vorbei und während es nachts noch friert, geht es tags maximal auf 7-9 Grad in der Halle. Eigentlich zu kalt zum Lackieren, aber wir können nicht mehr länger warten! In Höpers Winterlagerhalle sind wir die ersten und einzigen, aber es hilft alles nix - der Lack muss drauf! Denn der Bootsbauer will die Backskistendeckel bauen und damit er Mitte März loslegen kann, müssen wir mit mindestens 2 Schichten Lack fertg werden. Die alten Deckel sind schon komplett herausgerissen und man kann quasi von oben in das offene Schiff, z.B. die Achterkabine hereinschauen. Nicht schlecht, dann können wir wenigsten bis in die Hohlkehle herunter den alten Lack anschleifen. Am Samstag bereiten wir noch alles für die erste Lackschicht vor, bauen Beschläge ab und bessern defekte Holzstellen aus, zB an der Lukengarage, Achterkabine und Vorschiffsluke. Erst spät am Abend werden wir fertig und kriechen vom Schiff. Es reicht noch für einen Besuch beim Griechen in Burg - dann sinken wir erschöpft - aber glücklich - in die Betten.

Sonntag - gutes Frühstück und wir heizen das Schiff auf mit allem, was wir haben. Abkleben dauert dann doch 2 Stunden und und als das Oberflächenthermometer uns 9 Grad anzeigt, heißt es "Rollen und Pinsel los"! Mit Martin's bewährter Mischung aus 80% Epifanes, Easyflow (wg. der niedrigen Temperaturen) 20% Interstain-Beize streichen wir die angeschliffenen Mahagoniflächen. Erst spät am Abend werden wir fertig - Ab auf die Autobahn! 550 km sind es noch bis nach Hause - Wie wohl der Lack aussieht, wenn er getrocknet ist?

Am Wochenende des 23.11.2013 treibt es uns wieder in die Hallen des Winterlagers Jörn Höper im Mittelhof auf Fehmarn. Unsere erste Segelchartersaison liegt hinter uns. Die Elida hat sich super gehalten, aber natürlich wollen wir in diesem Winter einiges angehen. Zum Beispiel hat uns auf einer der letzten Charter die Verbraucherbatterie im Stich gelassen. Oder war es das Ladegerät? Oder beides? Egal, wir werden es herausbekommen. Und dann gibt es noch die Lackierung, den Herd, die Winschen, Sprayhood und die marode Kuchenbude, .... Aber eins nach dem anderen ;-)

Im vollgepackten Auto haben wir jede Menge Werkzeug und auch schon die ersten Ersatzteile. In den letzten Tagen der alten Saison hat der Kühlschrank den Geist aufgegeben. Irreparabel - daher kommt ein neuer rein. Der neue Waeko Kompressor ist sagenhaft klein. Bei der Gelegenheit tauschen wir gleich den Kühlkörper mit und spendieren ein neues Einlegebrett, um den frisch gewonnenen Platz unter der Spüle besser ausnutzen zu können! SUPER! Leider dauern Aus- und Einbau dann irgendwie doch einen ganzen Tag. Ist eben alles nicht so einfach, wenn man quasí alles in einem Schrank sitzend machen muss. Egal - Am Samstag abend surrt der Kompressor flüsterleise und wir kredenzen uns ein eiskaltes Pils - Lecker!

In diesem Winter müssen auch die alten Backskistendeckel raus, denn die sind undicht und nicht mehr schön. Also bauen wir die Großschotschiene zurück und entfernen das Trägerbrett darunter. Das ist auch der Startschuss für die Cockpitrenovierung: Alle Mahagonioberflächen wollen neu lackiert werden. Davor hat der Holz-Herrgott aber das Schleifen gesetzt, denn zuerst muss der alte Lack ordentlich angeschliffen werden. Das kostet uns am Ende gute 2 Tage, aber dann ist es geschafft: Das gesamte Cockpit, die Aufbauten von Achterkabine und Kajüte und auch die Lukengarage sind ordentlich angeschliffen. Und wir sind erstmal hundemüde Und fertig mit unserem ersten Winterlager-ReFit-Wochende! Ab nach Hause!

Aktuelles

Last Minute mit der Vindö 65 'Andra'!

Last Minute YachtcharterUnsere beliebte 39 Fuss Segelyacht Vindö 65 "Andra" ist vom 23.9.-29.9. noch eine Woche frei! 7 Tage auf der Ostsee mit einem Segelklassiker -- für nur 1.250 € (10% Last Minute Rabatt)! Reservieren Sie sich hier Ihren Segeltörn der Extraklasse!